Körper und Resonanz
Bewegung, Geste und Farbe als sichtbare Energie
In dieser Werkgruppe wird der Körper zum Instrument. Matthias Hübner malt keine Bewegungsabläufe, sondern die Kraft, die eine Bewegung auslöst: den Moment, in dem eine Figur über ihre vertraute Ordnung hinausgeht. Die Rückbeuge in Tanz, die geöffneten Arme in Ton, die ansetzende Hand in Farbstrich Anfang: Immer ist es die Geste, die den Bildraum organisiert.
Farbe hat hier die Funktion von Frequenz. Türkis, Pink und Orange brechen aus der grauen Figuration hervor und machen sichtbar, was der Körper aussendet.
Werkbeschreibung
Figuren in Rückbeuge, Sprung und Ausholbewegung: In Ton öffnen sich die Arme, in Tanz kippt der Körper nach hinten, in Farbstrich Anfang setzt eine Hand zum ersten Strich an. Hübner malt die Körper in Grau und Schwarz-Weiß und lässt Neonfarbe dort aufbrechen, wo die Bewegung ihre größte Spannung hat.
Idee
Die Gruppe zeigt Energie, nicht Abläufe. Jede Arbeit hält den Moment fest, in dem eine Figur über ihre gewohnte Haltung hinausgeht. Farbe ist dabei keine Dekoration, sondern Frequenz: Sie macht sichtbar, was der Körper aussendet.
Einordnung
Hübners Modern Surrealistic Realism verbindet präzise, fotorealistisch anmutende Figuration mit expressiven Farbeingriffen. Die Nähe zu Tanz- und Bühnenfotografie ist spürbar, wird aber malerisch gebrochen: Die Farbe löst die Figur aus dem Abbild und führt sie in einen eigenen Bildraum.
Besonderheit
Nahezu alle Werke sind UV-reaktiv und zeigen unter Schwarzlicht eine zweite Bildebene. Farbstrich Anfang und Farbstrich Ende (je 70 × 50 cm) bilden ein Werkpaar und sind auch gemeinsam als Serie erhältlich. Göttin setzt mit Gold einen eigenen Akzent.
Für Sammler:innen & Räume
Für Sammler:innen sind diese Arbeiten eine besonders unmittelbare Ebene von Hübners Position: körperlich, präsent und mit klarer Fernwirkung. In großzügigen Räumen entfalten sie ihre besondere Wirkung; viele Werke zeigen unter UV-Licht zudem eine zweite Erscheinungsform.


















