Identität und Gegenwart
Zwischen Herkunft, Digitalisierung und Protest
Hier trifft die Figur auf die Zeichen ihrer Zeit. Kopftuch und Kopfhörer in Generation, Nonnenhaube und Zungenpiercing in Religion 2.0, Maske und Umhang in Helden: Hübner stellt Zugehörigkeit nicht als Erklärung aus, sondern als Haltung. Tradition verschwindet in diesen Bildern nicht, sie wird neu codiert.
Die Farbwelt vibriert, während die Figuren ruhig bleiben. Genau in diesem Gefälle liegt die Aussage; Selbstbestimmung inmitten einer lauten Gegenwart. Es sind die diskursstärksten Arbeiten des Werks und zugleich die, die am längsten im Gedächtnis bleiben.
Werkbeschreibung
Ruhige, frontal oder im Profil gemalte Figuren mit Zeichen ihrer Zeit: Kopftuch und Kopfhörer in Generation, Nonnenhaube und Zungenpiercing in Religion 2.0, Maske und Umhang in Helden. Um die gefassten Gesichter vibriert eine laute Farbwelt aus Neon, Metall und Sprühspuren.
Idee
Die Gruppe fragt, wie Zugehörigkeit heute aussieht. Hübner erklärt Herkunft, Glaube oder digitale Identität nicht, er zeigt sie als Haltung. Tradition verschwindet in diesen Bildern nicht, sie wird neu codiert und selbstbestimmt getragen.
Einordnung
Die Arbeiten verbinden Porträtmalerei mit Fragen, die Gesellschaft und Kunstdiskurs gleichermaßen beschäftigen: Diversität, Digitalisierung, Protest. Damit sind sie die diskursstärkste Werkgruppe Hübners und zugleich international anschlussfähig.
Besonderheit
Generation (120 × 100 cm) ist das zentrale Großformat der Gruppe. Religion 2.0 arbeitet zusätzlich mit Metallen. Alle Werke sind UV-reaktiv und gewinnen unter Schwarzlicht eine weitere Bedeutungsebene.
Für Sammler:innen & Räume
Für kuratierte Programme, Gruppenausstellungen und öffentlich zugängliche Räume sind diese Werke die relevanteste Auswahl: Sie stellen Fragen, ohne sie zu beantworten, und tragen eine Position, die international anschlussfähig ist.











