
Maßstabsgetreu, gehängt auf 150 cm Mittelachse · Person 175 cm · Sofa 210 cm
- Jahr
- 2026
- Technik
- Acryl auf Malkarton, UV-reaktiv
- Format
- 50 × 40 cm (gerahmt 50 × 70 cm, schwarzer Rahmen)
- Kategorie
- Malerei
- Werk-Nr.
- FA-003
Beton
950,00 € inkl. MwSt.
„Beton“ verbindet Leichtigkeit mit Widerstand.
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Visuelle Beschreibung
Vor einem stark strukturierten Farbraum erscheint eine Tänzerin in einer weit ausgreifenden Bewegung. Ihr schwarz-weiß ausgearbeiteter Körper bildet einen deutlichen Kontrast zu den intensiven Flächen aus Türkis, Gelb, Orange und Pink. Ein Arm weist nach oben, der andere öffnet sich seitlich in den Bildraum. Das gebeugte Bein und der nach links geneigte Oberkörper halten die Figur in einem Moment zwischen Balance und Kontrollverlust.
Horizontale Linien durchziehen den pastosen Untergrund wie Fugen einer massiven Wand. Aufgebrochene Farbschichten, sichtbare Spuren und unregelmäßige Übergänge verleihen der Fläche eine beinahe körperliche Präsenz.
Künstlerische Interpretation
„Beton“ verbindet Leichtigkeit mit Widerstand. Die Tänzerin scheint sich nicht vor dem massiven Bildgrund zu bewegen, sondern gegen ihn. Ihre Geste wird zu einer Behauptung von Freiheit innerhalb einer Umgebung, die Festigkeit, Begrenzung und Schwere ausstrahlt.
Der Titel lenkt den Blick auf diesen Gegensatz. Beton steht für Dauer, Verdichtung und urbane Härte. Der tanzende Körper dagegen verkörpert Beweglichkeit, Verletzlichkeit und Veränderung. Hübner lässt beide Kräfte aufeinandertreffen, ohne den Konflikt aufzulösen. Gerade daraus entsteht die Spannung des Werkes: Der Körper entkommt der Schwere nicht, aber er widersetzt sich ihr.
Kunsthistorischer Bezug
Das Werk verbindet zeitgenössische figurative Malerei mit Elementen der informellen Malerei und der Materialkunst. Die monochrome Figur bleibt klar lesbar, während der Hintergrund durch pastose Schichten, Abrieb, Überlagerungen und gestische Farbsetzungen geprägt ist.
In der Verbindung von Tanzmotiv und autonomer Farbfläche löst Hübner die Figur aus einer erzählerischen Umgebung.
Bewegung wird nicht durch eine Abfolge dargestellt, sondern in einer einzigen, verdichteten Geste erfahrbar. Die raue Oberflächenwirkung steht dabei in bewusstem Gegensatz zur traditionellen Darstellung des Tanzes als Ausdruck von Anmut und Schwerelosigkeit.
Exklusivität
Matthias Hübners Handschrift zeigt sich hier in der präzisen Balance zwischen figurativer Klarheit und malerischer Freiheit. Die Figur bleibt lesbar, während der Raum sie zugleich übersteigt. Farbe ist nicht Dekoration, sondern Bedeutungsträger.
„Beton“ ist ein Werk von hoher innerer Spannung, das sich nicht auf eine eindeutige Interpretation festlegen lässt. Seine Stärke liegt in der Offenheit – und in der körperlich spürbaren Energie.
Sammlerwert
Dieses Werk entfaltet seine Wirkung besonders in Räumen, die Offenheit und Dynamik zulassen. Durch das Hochformat und die intensive Farbigkeit besitzt es eine starke Präsenz, ohne dominant zu wirken. In privaten Sammlungen wirkt es inspirierend und sinnlich, in institutionellen Kontexten eröffnet es Diskurse über Wahrnehmung, Körper und Widerstand.
„Beton“ bleibt im Raum wie ein Nachhall – sichtbar, spürbar, anhaltend.
Mehr über die Künstlerin / den Künstler
Matthias Hübner (*1976) verbindet im modern surrealistic realism kontrastreiches Schwarz-Weiß mit Neon/UV; Menschen, Emotionen und offene Deutungen stehen im Fokus, seit 2020 arbeitet er wieder experimentell.Frühe Preise (DDR 1989, Europa 1993) und 2025 Teravarna-Finalist markieren seine Entwicklung.
Zustandsbericht
Erhaltungszustand; sichtbare Mängel sind nicht feststellbar. Ein ausführlicher Zustandsbericht wird auf Wunsch bereitgestellt.








