Olli Boehm
Zeitgenössischer Visual Artist · Overpainted Photography & Fine-Art-Fotografie
Olli Boehm arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, Malerei und digitaler Bearbeitung. Seine Bilder wirken wie leise Erzählungen: Licht, Stimmung und Komposition sind nie nur „schön“, sondern tragen Bedeutung – mit Unschärfen, Spiegelungen und bewusst zugelassenen Imperfektionen.
Über Olli Boehm
Geboren 1967, führte ihn sein Weg früh in die Kreativwelt: Ausbildung und Studium der Fotografie, später eine lange Karriere in der Werbe- und Medienbranche – vom Grafikdesigner über Art/Creative Direction bis zur Regie von Werbefilmen. 2008 kam der Bruch: die Diagnose Multiple Sklerose, der Verlust von Stabilität und die Rückkehr zur freien Kunst. Heute, im Rollstuhl, nutzt Boehm die Kamera als präzises, sensibles Werkzeug, um innere Zustände und das Übersehene sichtbar zu machen.
Charakteristisch ist seine übermalte Fotografie: Fotoprints (oft auf Leinwand) werden händisch und/oder digital weiterbearbeitet, überlagert, verdichtet. Inspiriert wurde diese Bildsprache u. a. durch Robert Rauschenberg, Saul Leiter und Gerhard Richter – als Dialog zwischen Realität und Erinnerung.
Boehm lebt und arbeitet in Bayern und ist seit vielen Jahren ausstellend tätig (Auswahl u. a. in München sowie Stationen in Deutschland und der Schweiz). Seine kreative Laufbahn wurde zudem mit Nennungen und Auszeichnungen aus dem Werbe-/Designkontext begleitet (u. a. Nominierungen bei Cannes Lions/NY Festival sowie Awards wie Red Dot, ITVA und Golden Drum).
Ausstellungen, Auszeichnungen & Stationen
- 1967Geboren
- Ausstellungen u. a. in München sowie in Deutschland und der Schweiz
- 2026FAVORI No. 1: Genesis, Schloss Gleina
- Bildband „SENTIMENT – Fotografische Bildwelten“
- Werbung & DesignNominierungen bei Cannes Lions und New York Festivals
- Werbung & DesignAuszeichnungen u. a. Red Dot, ITVA und Golden Drum
Zwischen Fotografie, Erinnerung und Wahrnehmung
Olli Boehms Kunst bewegt sich zwischen Fotografie, digitaler Collage und malerischer Bildbearbeitung. Menschen, Orte und flüchtige Situationen bilden den Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Durch Unschärfen, Überlagerungen, typografische Elemente und vielschichtige Texturen löst er das fotografische Motiv jedoch aus seiner ursprünglichen Eindeutigkeit.
So entstehen Bildräume, in denen äußere Wirklichkeit und innere Wahrnehmung ineinandergreifen. Der Mensch erscheint als flüchtige Spur im urbanen Raum, als fragiles Gegenüber oder als Individuum auf der Suche nach Freiheit, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.
Die folgenden Werkgruppen eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Olli Boehms künstlerischem Schaffen.

















