
Maßstabsgetreu, gehängt auf 150 cm Mittelachse · Person 175 cm · Sofa 210 cm
- Jahr
- 2025
- Technik
- Übermalte Fotografie
- Format
- 90 x 160 cm
- Kategorie
- Fotografie & Mixed Media
- Werk-Nr.
- FA-116
Piazza dell’Opera
4.120,00 € inkl. MwSt.
Im Zentrum steht Wahrnehmung unter Bedingungen von Tempo, Distanz und Überlagerung.
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- Persönliche Beratung durch die Kuration
Visuelle Beschreibung
„Piazza dell’Opera“ entfaltet sich als urbanes Bildfeld in bewusster Verschiebung. Aus einer kühlen Blau-Türkis-Fläche steigen dunkle, vertikale Formen auf – wie Fassaden, Pfeiler oder stehende Körper, deren Konturen im Licht verschwimmen. Oben liegt eine helle, fast überstrahlte Zone, darunter ein wässriges Band, in dem sich die Formen brechen und wiederholen.
Schichtungen aus horizontalen Verwischungen, Sprenkeln, Texturabrissen und tropfenden Spuren erzeugen eine Oberfläche zwischen Fotomoment, digitaler Störung und malerischer Intervention. Das Motiv bleibt spürbar und entzieht sich zugleich – als würde die Stadt nicht abgebildet, sondern erinnert.
Künstlerische Interpretation
Im Zentrum steht Wahrnehmung unter Bedingungen von Tempo, Distanz und Überlagerung. Die Piazza erscheint nicht als Ort, sondern als Zustand: ein Zwischenraum aus Präsenz und Entzug. Architektur kippt in Körperlichkeit, Körper in Struktur – Urbanität wird zur Spur, nicht zur Szene.
Die vertikalen Schatten wirken wie Speicherreste eines Blicks; die Reflexionen verweisen auf Erinnerung als bewegliches Material. Boehm verdichtet Stadt zu Atmosphäre: Lichtbrüche, Wasser, Fragment.
Kunsthistorischer Bezug
Formal knüpft das Werk an Unschärfe-Strategien und Zeitdehnung an (Langzeitbelichtung, malerische Verwischung) und verbindet sie mit zeitgenössischen digitalen Bildrealitäten. Streifen, Rasterspuren und „Glitch“-Anmutungen lassen die Stadt wie einen Datensatz erscheinen, der bewusst beschädigt wurde – zugunsten einer emotionalen Wahrheit.
Exklusivität
Typisch für Olli Boehm ist die präzise Destabilisierung des Motivs: Das Ausgangsbild bleibt als Substanz erhalten, wird durch Schichtung, Läufe und Eingriffe in eine eigene Bildlogik transformiert. Wiedererkennbarkeit trifft auf Deutungsoffenheit – sammlungsrelevant und klar signiert.
Sammlerwert
Im Raum wirkt „Piazza dell’Opera“ ruhig und zugleich spannungsvoll: Die Blauklänge schaffen Tiefe, die dunklen Vertikalen setzen Struktur. Ein Werk über das Dazwischen – über Orte, die nicht festgehalten werden, sondern nachklingen.
Mehr über die Künstlerin / den Künstler
Olli Boehm verbindet digitale Fotografie mit Mixed-Media-Interventionen zu vielschichtigen Bildräumen, in denen Realität, Erinnerung und Atmosphäre ineinander greifen. Seine Arbeiten verdichten urbane und menschliche Situationen zu visuellen Metaphern – zwischen Unschärfe, Textur und präziser Komposition.
Zustandsbericht
Erhaltungszustand; sichtbare Mängel sind nicht feststellbar. Ein ausführlicher Zustandsbericht wird auf Wunsch bereitgestellt.







