Popkultur und urbane Gegenwart
Bildikonen, Alltagszeichen und Stadt als Spiegel der Gegenwart
In dieser Werkgruppe wird die Bildkultur der Gegenwart zum Material. Rike Wölke übernimmt vertraute Motive nicht unverändert, sondern setzt sie in neue Beziehungen: die antike Büste in Night Fever und Selfie, den Pink Panther in Wer hat an der Uhr gedreht, Dagobert Duck und das gesprühte Herz in Nur die Liebe zählt. Immer entsteht Bedeutung aus dem Zusammentreffen verschiedener Zeiten und visueller Codes.
Schrift, Comicfiguren, Smartphone, Discokugel und urbane Wahrzeichen fungieren als kulturelle Zeichen. Humor und Nostalgie öffnen den Zugang, während expressive Farbe, Sprühspuren und glänzende Oberflächen Fragen nach Selbstinszenierung, Zeitgefühl, Werten und öffentlicher Bildkultur aufwerfen.
Werkbeschreibung
Antike Büsten mit Smartphone und Discokugel, der Pink Panther, Dagobert Duck, ein gesprühtes Herz, der Berliner Fernsehturm und das Paradiesportal des Magdeburger Doms. Wölke kombiniert diese Zeichen mit Drippings, Stencils, Schrift und glänzenden Oberflächen.
Idee
Die Gruppe nutzt die Bildkultur der Gegenwart als Material. Bekannte Motive werden neu kombiniert, bis aus dem Zusammentreffen verschiedener Zeiten und Codes eine Frage entsteht: nach Selbstinszenierung, Zeitgefühl, Werten und dem, was eine Stadt erinnert.
Einordnung
Die Arbeiten greifen Strategien von Pop-Art und Street-Art auf: Wiedererkennbarkeit, Zitat, Schablone und Sprühfarbe. Wölke übersetzt sie in eine malerische, emotionale Sprache, in der Humor und Nostalgie den Zugang öffnen.
Besonderheit
Mit zwölf Werken ist dies die vielseitigste Gruppe, vom 200 × 100 cm großen Fernsehturm Berlin bis zu kompakten 50 × 50 cm. Urbane Begegnung und Urbane Küsse sind Originale im Passepartout und auch als Kunstdruck erhältlich.
Für Sammler:innen & Räume
Für Sammler bilden diese Arbeiten die kommunikativste Ebene von Wölkes Position: visuell unmittelbar, referenzreich und mit hoher Wiedererkennbarkeit. Die vertrauten Bildzeichen schaffen einen direkten Zugang; ihre Neuordnung eröffnet zugleich Gespräche über Identität, Zeitgeist und kulturelles Gedächtnis.













