
Werk der Woche: „Digital“ – Matthias Hübner
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Ein Gesicht, halb vertraut, halb im Raster verloren: In „Digital“ teilt Matthias Hübner ein monochromes Frauenporträt in zwei Welten. Links: ruhig modellierte, klassische Porträtmalerei. Rechts: dieselbe Gesichtshälfte zerfällt in kleine Quadrate, die wie ein Pixelstrom über eine leuchtend rote Fläche treiben. Ein Bild, das unmittelbar wirkt – und gleichzeitig sehr genau von unserer Zeit erzählt.
Warum dieses Werk wirkt
Starke Fernwirkung: Das Hochformat 100 × 70 cm und der intensive Rotton sorgen dafür, dass „Digital“ Räume sofort strukturiert – als klares Statement an der Wand.
Dualität in einem Bild: Klassische Porträtplastik trifft auf digitale Fragmentierung. Die linke Seite bleibt körperlich und nah, die rechte löst sich in ein Raster auf – Identität zwischen Präsenz und Auflösung.
Monochrom vs. Signalfarbe: Die fein abgestuften Grauwerte des Gesichts stehen im starken Kontrast zur roten Fläche. Schwarz-Weiß und Rot bilden einen plakativen, fast ikonischen Dreiklang.
Zeitgenössischer Bezug: Das Werk greift Themen wie Selbstbild, Sichtbarkeit und digitale Überformung auf, ohne platt illustrativ zu werden – es bleibt Malerei, keine Grafik.
Materialität & Details
„Digital“ ist in Acryl auf Leinwand gearbeitet, 100 × 70 × 1,5 cm. Die Figur ist in nuancierten Grau- und Schwarztönen angelegt; weiche Übergänge modellieren Gesicht und Haar, klare Konturen halten die Form. In der rechten Bildhälfte schneidet ein strenges Raster in diese Fläche: kleine, unterschiedlich dichte Quadrate, die sich wie Pixel über die rote Zone legen. Neon- und UV-reaktive Farben verstärken den Effekt unter entsprechender Beleuchtung und machen das Werk zusätzlich für Ausstellungen und Präsentationen im Blacklight-Kontext interessant.
Die Leinwandkante ist sauber gefasst; das Bild kann ungerahmt gehängt werden, wirkt aber auch in einer schmalen Schattenfuge sehr präsent.
So hängt es am schönsten
Platzierung: Ideal als Solitär an einer klaren Wand – z.B. im Eingangsbereich, in einer Loungezone, im Konferenzraum oder in einem Medien-/Kreativbüro.
Höhe: Der Blickpunkt der Figur sollte ungefähr auf Augenhöhe liegen, damit der Wechsel zwischen Porträt und Raster intuitiv erlebbar wird.
Licht: Gleichmäßiges Ambient-Licht für den Alltag; bei Bedarf ein oder zwei gerichtete Spots (CRI ≥ 90), um die Grauwerte und die Rottöne präzise zu zeigen. In Räumen mit UV/Neon-Licht entfalten die speziellen Pigmente eine zusätzliche Ebene.
Rahmung: Eine schmale, matte Schattenfuge in Schwarz oder dunklem Metall unterstützt den zeitgenössischen Charakter.
Kuratorische Einordnung
Matthias Hübner arbeitet im von ihm geprägten „modern surrealistic realism“: realistische Figuren, kontrastreiche Schwarz-Weiß-Paletten, ergänzt durch bewusst gesetzte Neon- und UV-Farben. Menschen und ihre inneren Spannungsfelder stehen im Zentrum – keine glatten Idealbilder, sondern Zustände zwischen Sicherheit, Zweifel und Transformation.
„Digital“ ist ein Schlüsselwerk, weil es die Frage stellt, was von uns bleibt, wenn wir in Daten, Bilder und Raster zerlegt werden. Die rechte Gesichtshälfte wirkt wie eine Störung – oder wie die logische Konsequenz einer Welt, in der alles in Quadrate, Likes und Frames übersetzt wird. Die rote Fläche ist Bühne und Warnsignal zugleich: Sichtbarkeit hat ihren Preis.
Kunsthistorisch spielt das Bild mit Elementen aus Pop-Art, Pixel- und Op-Ästhetik, verbindet sie aber mit einer klassischen Porträttradition – ein Dialog von Oberfläche und Tiefe, der sehr in die Gegenwart gehört.
Räume & Kombinationen
Räume:
Agenturen, Medien- und IT-Unternehmen
Bildungs- und Kulturinstitutionen mit Fokus auf Digitalisierung oder Medienkompetenz
Private Sammlungen, in denen das Thema „Mensch im digitalen Zeitalter“ eine Rolle spielt
Farbklima:
„Digital“ verträgt sich gut mit reduzierten Umgebungen: Beton, Weiß- und Grautöne, helles Holz, Metall. Einzelne rote oder schwarze Akzente im Raum können das Bild subtil aufnehmen, sollten aber nicht mit ihm konkurrieren.Kombinationen:
Schwarz-Weiß-Fotografien oder Zeichnungen, die sich mit Körper, Gesicht oder Stadtlandschaft beschäftigen
Medien- und Lichtarbeiten, die das Motiv „Pixel/Screen“ weiterspielen
In einer Hübner-Hängung: „Digital“ als farbiger Anker neben rein monochromen Arbeiten des Künstlers.
Service für Sammler
Verfügbarkeit & Versand
„Digital“ ist als Unikat erhältlich. Wir koordinieren versicherten Versand oder persönliche Übergabe – inklusive Terminabstimmung und kunstgerechter Verpackung. Auf Wunsch kann das Werk für einen kurzen Zeitraum reserviert werden, während Rahmung, Logistik oder Budget final geklärt werden.
Dokumentation & Zertifikat
ausführliche Werkdokumentation (Titel, Technik, Format, Jahr, Signatur)
Authentizitätszertifikat als Grundlage für Provenienz und Sammlungsdokumentation
auf Wunsch Hinweise zu Lichtsetup, Pflege und langfristiger Präsentation
„Im-Raum“-Visualisierung
Wir visualisieren „Digital“ maßstabsgetreu in einem Foto deines Raumes, damit Wirkung, Höhe und Abstände vor dem Kauf erlebbar werden – hilfreich insbesondere bei repräsentativen Bereichen wie Lobby, Empfang oder Konferenzzone.
Im Ensemble denken – kompakte Varianten
Kontrast-Duo: „Digital“ plus eine leise, reduzierte Arbeit (z.B. Graphitzeichnung oder abstraktes Schwarz-Weiß-Bild) schafft einen Rhythmus aus Statement und Ruhe.
Themenwand „Identität & Medien“: Kombination mit Arbeiten, die Spiegelungen, Silhouetten oder Schatten behandeln – das Bild wird zum Ankerpunkt für das Digitale.
Materialkontrast: Leinwand mit Neon/UV neben einer skulpturalen Arbeit aus Metall oder Acrylglas – analoger Pinselstrich im Dialog mit industriellen Oberflächen.

Werkdaten
Künstler: Matthias Hübner
Titel: „Digital“
Format: 100 × 70 × 1,5 cm
Status: Unikat
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