Rike Wölke
Jahr
2026
Technik
Acryl mit partiellem Epoxidharz auf Leinwand
Format
Maß: 85 x 60cm, 4cm Rahmentiefe
Kategorie
Werk-Nr.
FA-061

Fühl nichts – Glaub nichts

Preis auf Anfrage

„Fühl nichts – Glaub nichts“ ist weniger ein Titel als eine Haltung – und zugleich eine bewusste Verweigerung.

Artikelnummer: FA-061 Kategorie:
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Die Kuration„Fühl nichts – Glaub nichts“ ist weniger ein Titel als eine Haltung – und zugleich eine bewusste Verweigerung.Ganze Betrachtung lesen

Visuelle Beschreibung

Im Zentrum steht ein stilisiertes Porträt in strenger Seitenansicht – reduziert, kühl und beinahe entrückt. Die Haut erscheint nahezu skulptural, fast entmaterialisiert, während ein intensives Rot den Körper umschließt und visuell verdichtet.

Die überdimensionierte Brille wird zur Bildachse: Ihre Gläser sind nicht transparent, sondern transformieren sich in fischartige Formen – eine Verschmelzung von Objekt und Lebewesen. Ergänzt wird diese Irritation durch zwei Goldfische, die sich frei im Bildraum bewegen: einer schwebend oberhalb, einer körpernah, fast wie ein Schutz oder ein Gegengewicht.

Der Hintergrund bleibt ruhig und flächig in einem gedämpften Grün gehalten, wodurch die Farbkontraste – Rot, Orange, Weiß – umso präziser hervortreten. Die Oberfläche zeigt eine kontrollierte Malweise, die Details und gestische Passagen in Balance hält.

Künstlerische Interpretation

„Fühl nichts – Glaub nichts“ ist weniger ein Titel als eine Haltung – und zugleich eine bewusste Verweigerung.

Das Werk inszeniert eine Figur, die sich der Welt entzieht. Die geschlossenen Augen, die abgeschirmte Wahrnehmung durch die Brille und die stille Körperhaltung deuten auf Distanz hin – auf ein kontrolliertes Abschalten von Reiz, Emotion und Einfluss.

Die Goldfische wirken dabei wie fragile Gegenpole. Sie stehen für Bewegung, Sensibilität, vielleicht auch für Gedanken oder Wahrnehmungen, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen. Während die Figur versucht, sich abzuschirmen, bleibt das Leben im Bild präsent – leise, aber unübersehbar.

So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Durchlässigkeit, zwischen Rückzug und unaufhaltsamer Wahrnehmung.

Kunsthistorischer Bezug

Die Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von figurativer Malerei, Pop Art und zeitgenössischer Symbolkunst.

Die klare Linienführung und die stilisierte Darstellung erinnern an popkulturelle Bildwelten, während die Reduktion und Glättung der Figur Bezüge zur klassischen Porträttradition erkennen lassen. Gleichzeitig erzeugt die Kombination aus Mensch und Tier eine surreal anmutende Verschiebung, die an Positionen zwischen Surrealismus und moderner Bildsymbolik anschließt.

Die Verwendung des Goldfischs als wiederkehrendes Motiv verweist auf eine narrative Ebene – ein Ansatz, der in der zeitgenössischen Malerei zunehmend an Bedeutung gewinnt: Bild als Träger von Haltung, nicht nur von Motiv.

Exklusivität

Als Teil der „Goldfisch-Trilogie“ ist dieses Werk eingebettet in eine größere inhaltliche Klammer, behauptet jedoch zugleich eine eigenständige Präsenz.

Die Kombination aus präziser Porträtarbeit, symbolischen Elementen und klarer Farbdramaturgie macht die Arbeit unverwechselbar. Gerade die Transformation der Brille in ein organisches, fast lebendiges Element ist ein motivischer Eingriff, der sich nicht wiederholt, sondern spezifisch für dieses Werk entwickelt wurde.

In dieser Form entsteht ein Einzelwerk mit klarer künstlerischer Signatur und hoher Wiedererkennbarkeit innerhalb der Serie.

Sammlerwert

Der sammlerische Wert dieses Werks liegt in seiner inhaltlichen Verdichtung und seiner klaren Bildsprache. Die Arbeit ist unmittelbar zugänglich, entfaltet jedoch bei genauerer Betrachtung eine zweite, ruhigere Ebene, in der sich Fragen nach Wahrnehmung, Kontrolle und innerer Distanz stellen.

Die Kombination aus figurativer Klarheit und symbolischer Offenheit macht das Werk besonders anschlussfähig für Sammlungen, die nicht nur visuelle Präsenz, sondern auch inhaltliche Tiefe suchen. Gleichzeitig besitzt es eine starke Raumwirkung: Die reduzierte Komposition und die klare Farbsetzung ermöglichen eine präzise Platzierung, ohne den Raum zu überladen.

Als Teil einer Serie gewinnt das Werk zusätzlich an Relevanz, da es nicht isoliert steht, sondern in einen größeren erzählerischen Zusammenhang eingebettet ist – ein Aspekt, der für viele Sammler zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Mehr über die Künstlerin / den Künstler

Rike entwickelt eine Bildsprache, die sich zwischen stilisierter Figuration und symbolischer Verdichtung bewegt.

Charakteristisch ist ihr präziser Umgang mit Farbe als Träger von Bedeutung: Flächen werden bewusst reduziert, Kontraste gezielt gesetzt, sodass jedes Element im Bild eine klare Funktion übernimmt. Ihre Arbeiten wirken auf den ersten Blick ruhig und kontrolliert, öffnen jedoch bei längerer Betrachtung eine komplexere Ebene zwischen Emotion, Haltung und innerem Zustand.

Wiederkehrende Motive – wie hier der Goldfisch – werden nicht illustrativ eingesetzt, sondern als eigenständige Bedeutungsträger, die das Bild über das Sichtbare hinaus erweitern.

So entstehen Werke, die nicht nur zeigen, sondern Fragen stellen – leise, aber nachhaltig.

Zustandsbericht

Erhaltungszustand; sichtbare Mängel sind nicht feststellbar. Ein ausführlicher Zustandsbericht wird auf Wunsch bereitgestellt.

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Rike Wölke

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